Projekt Cafeteria

Eine Cafeteria war von Anfang an ein Teil der Konzeption des HdJ und bis 2005 auch Bestandteil des Selben. Eine Renovierung und zeitgemäße Anpassung war auch schon davor nötig. Der Bereich, der sich in einer zentralen Lage im HdJ befindet, ist seit 2004 in einem optisch und baulich unangemessenen Zustand.

In Zukunft soll an diesem Ort eine Gemeinschaftsküche entstehen. Der Raum soll für die Mitgliedsverbände und Jugendgruppen für Veranstaltungen und als Treffpunkt in einem gemütlichen und ansprechenden Ambiente und für die Jugendwerkstatt der VHS als weiterer Lehrraum und für Gruppenangebote zur Verfügung stehen.

Dazu konnten in der Vergangenheit Konzepte für die Gestaltung am vorgesehenen Ort vorgeschlagen werden:

(Vor dem Abriss der kaputten Reste der Alten Cafeteria)

Dies ist mit der Idee einer Kooperation mit der VHS in eine weitere Phase getreten:

Gemeinschaftsküche - Kooperation mit der Jugendwerkstatt

Im Eingangsbereich des Haus der Jugend steht seit 2004 der Raum der ehemaligen Cafeteria leer und ist in einem optisch und baulich unangemessen Zustand. Dem Bauamt und dem Stadtjugendpfleger wurde ein Konzept vorgelegt, nach dem der Bereich zu einer Gemeinschaftsküche  umgebaut werden soll. Der Stadtjugendring möchte dort mit bereits gesammelten Spenden, der Unterstützung durch Kooperationspartner und durch die Stadt eine Gemeinschaftsküche einbauen. Der Raum soll für die  Mitgliedsverbände  und  Jugendgruppen  für  Veranstaltungen  und  als Treffpunkt in einem gemütlichen und ansprechenden Ambiente eingerichtet werden. Die Jugendwerkstatt der VHS möchte dort möglicherweise Jugendlichen Hauswirtschaft beibringen und andere Gruppenangebote durchführen. Das Ziel ist den Verbänden die Möglichkeit zu geben das Haus der Jugend so effizient und vielfältig wie möglich zu nutzen und  an dafür vorgesehenen Orten andere Verbände und andere Jugendliche anzutreffen.

Zur Umsetzung muss aber erst durch die Stadt eine Feuerschutztür eingebaut werden um das Treppenhaus zu schützen.

Dieses Projekt soll dazu beitragen, dass das Haus der Jugend noch Sinnvoller für vielfältige Projekte in der Jugendarbeit genutzt werden kann und die Jugendarbeit und die Jugendverbandarbeit gestärkt wird.

 

Interkultureller Austausch und integrative Begegnung im Haus der Jugend

Der Stadtjugendring Oldenburg besteht aus 21 Jugendvereinen und ist damit eine wichtige Dachorganisation und Anlaufstelle für Jugendliche im Stadtgebiet Oldenburg. Diese Vielfalt geht vom Hörgeschädigten-Sport-und-Freizeit-Club, Oldenburger Jugendschachverein über die Pfadfinder Stamm Parzival und Stamm Kranich, Naturschutzjugend Oldenburg bis hin zu politisch und sozial aktiven Gruppierungen wie die jusos,  ver.di-Jugend, IBIS, Falken und andere mehr. Insgesamt sind über 300 Jugendliche zwischen 14-22 Jahren bereits im Haus der Jugend aktiv, die diese Freizeitstätte im Rahmen von Vereinsangeboten nutzen.

Auf dem seit sieben Jahren stattfindenden „Rock am Jugendring“ wurden viele Erfahrungen bei der Jugendbegegnung gesammelt und diese Ergebnisse weisen in die richtige Richtung: Veranstaltungen bringen über ein gemeinsames Interesse Jugendliche zusammen und trennende Elemente treten in den Hintergrund. Dieses Engagement gilt es auszuweiten um den Jugendlichen Raum zu bieten, diese ersten Kontakte weiter auszubauen.

 

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Die Studie, integrierte Berichterstattung Niedersachsen von Elke Bruckner und Dr. Friedrich-Wilhelm Meyer, stellt fest, nur 3,4 % aller ausländischen Schulabgänger erwerben in Oldenburg das Abitur, der Durchschnitt der Vergleichsstädte liegt mit 8,1 % mehr als doppelt so hoch. Die Studie beschreibt die zunehmend schlechtere Bildung folgendermaßen: „Im Blick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der nachwachsenden Generation und den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist dies ein beängstigendes Ergebnis.“

Der Stadtjugendring Oldenburg möchte im Haus der Jugend auf der Basis dieser Erkenntnisse im Freizeitbereich der Jugendlichen Hilfestellungen anbieten und eine Schnittstelle für verschiedene Gesellschaftsschichten bilden. Zu diesem Zweck ist die Konzeptionierung und Umsetzung einer Cafeteria im Haus der Jugend geplant. Die im Haus der Jugend ansässigen Vereine bekommen mit diesem Jugendcafé neue Möglichkeiten zur verbandsübergreifenden Begegnung. Die Vielschichtigkeit der im Haus der Jugend aktiven Jugendorganisationen bietet große Chancen in der vertikalen Gesellschaftsverknüpfung. Der Schulalltag trennt die Jugendlichen in sozial homogene (Bildung-) Schichten wie die beiden Extrempole Gymnasiasten und Hauptschüler. Eine Verbindung zwischen diesen Polen existiert in der Regel wenig. Das Haus der Jugend will mit dem Projekt „Interkultureller Austausch und integrative Begegnung im Haus der Jugend“ an diesem Punkt ansetzen.

Studien zeigen, dass die Integration und Migration deutlich gefördert werden, wenn die Jugendlichen nicht unter sich bleiben, sondern viele soziale Kontakte haben. Gerade in der Jugendvereinsarbeit, wie sie im Haus der Jugend praktiziert wird, sind soziale Stellung und Nationalität nachrangig. Das Vereinsleben erleichtert über ein gemeinsames Interesse die Überwindung (kultureller) Unterschiede und Ausgrenzung.

Mit der Einrichtung dieses Café werden für die Jugendlichen Freiräume für die eigenen Entwicklung geschaffen. Zur Realisierung ist ein elementarer Ansatzpunkt bereits in der Planungsphase alle Aktiven einzubinden. Am runden Tisch erhalten alle Vereine und Aktiven ein Mitspracherecht und können so bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt eigene Ideen einbringen. In dieser Phase beginnt bereits ein Gruppen-Prozess, der, begleitet durch Moderation, zu einer Annäherung der Vereinsmitglieder führt. Nach der Fertigstellung der Cafeteria soll diese zum lebendigen Mittelpunkt des Hauses der Jugend werden, bisher einmalig im Großraum Oldenburg.

Mit der Oldenburger Jugendwerkstatt der Volkshochschule Oldenburg  im Haus wird eine Kooperation angestrebt, um den Betrieb der neuen Cafeteria langfristig zu sichern. Jugendliche ohne Schulabschluss können diesen bereits jetzt schon bei der Volkshochschule nachholen und einen Ausbildungsberuf z.B. in der Küche oder im Servicebereich erlernen.

Entsprechend den Prinzipien der offenen Jugendarbeit soll die Cafetieria nicht nur von den Vereinen genutzt werden, sondern mehrmals pro Woche für die Öffentlichkeit geöffnet werden, um dem Anspruch eines Jugendzentrum gerecht zu werden. Zur Zeit entwickelt die Projektgruppe Aktionsideen, um den Aspekt des interkulturellen Austausches durch gezielte Veranstaltungsangebote zu fördern.